Themen des Heimatmuseums

Das Heimatmuseum Gelnhausen befindet sich mitten in der Altstadt nördlich des Obermarkts in der früheren Augustaschule. Hier wird die ereignisreiche Geschichte der Barbarossastadt und des Kinzigtals durch vielfältige, zum Teil einzigartige Exponate dokumentiert.

Da das Heimatmuseum in der nächsten Zeit schrittweise umgebaut und neu gestaltet wird, können hier nur die voraussichtlichen Ausstellungsthemen genannt werden.

Eiszeitliche Funde wie ein großes Fragment eines Mammut-Stoßzahns, steinzeitliche Funde wie Hauwerkzeuge und Gegenstände aus der Bronze- und Eisenzeit, z. B. Grabbeigaben und Gefäße, zählen zu den ältesten Ausstellungsstücken.

Der Stoßzahn eines Mammuts, eines der ältesten Ausstellungsstücke. (Foto: Geschichtsverein Gelnhausen e.V.)

Die Stauferzeit ist in der Barbarossastadt Gelnhausen ein wichtiges Thema. An sie wird unter anderem durch den ältesten erhaltenen Siegelstempel aus der Mitte des 13. Jahrhunderts erinnert, der den Stadtgründer Friedrich I. Barbarossa mit seiner Gemahlin Beatrix von Burgund zeigt.

Das Siegel der Barbarossastadt Gelnhausen – es zeigt das Kaiserpaar – ist seit Jahrhunderten unverändert in Gebrauch. (Stadtarchiv Gelnhausen)

Natürlich wird auch auf die in der Gelnhäuser Münzstätte geprägten Brakteaten - ebenfalls mit dem Bildnis des Kaiserpaares - eingegangen.

Einer von zahlreichen bekannten Gelnhäuser Brakteaten aus dem Archiv der Kreissparkasse Gelnhausen. (Foto: Uwe Rumpf)

Die Baugeschichte wichtiger Gebäude wie Marienkirche und Peterskirche wird in Dokumenten, Bildern und Zeichnungen dargestellt, ebenso die Entwicklung des Stadtbildes. Die Marienkirche mit dem ehemaligen krummen Turm dokumentiert ein eindrucksvolles Modell des Gelnhäuser Modellbauers Otto Berndt.

Zwei Söhne Gelnhausens, die Geschichte geschrieben haben, werden besonders mit Exponaten gewürdigt:

Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen (Aus: Die Heimat 1926)

Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen, vermutlich 1622 geboren, gilt als der bedeutendste Schriftsteller der Barockzeit und erster deutscher Romanautor. Sein bekanntestes Werk „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" ist eine herausragende Schilderung der Wirren und Schrecken des Dreißigjährigen Krieges.

 

 

Philipp Reis (Aus: Die Heimat 1931)Die Erfindung des Philipp Reis, 1834 geboren, hat die Welt verändert. 1861 bewies er als erster, dass Töne mithilfe elektrischen Stroms übertragen werden können. Damit legte er den Grundstein für die Entwicklung des Telefons. Das Museum zeigt außer Modellen seiner Geräte weitere Beispiele seines Erfindungsreichtums.