Interessanter Zeitsprung vom Jugendstil zur Eisenzeit

Sehr beeindruckende Studienfahrt vom Geschichtsverein Gelnhausen 

 

 

Wunderbar vorbereitet und organisiert war die jährliche Studienfahrt vom Geschichtsverein Gelnhausen,

die vormittags die Jugendstilbauwerke in Bad Nauheim veranschaulichte und am Nachmittag

in die Eisenzeit und in die Keltenwelt am Glauberg führten.

Aurelia Naumann, in deren Händen die Planung und Vorbereitung der Studienfahrt lag, hat an dem Tag die Interessen der Stadt Gelnhausen mit dem Fanfarenzug Barbarossa vertreten  - deshalb sprang kurzfristig der erste Vorsitzende Stefan Horst bei der Reiseleitung ein.

 

"Wenn Engel reisen, lacht der Himmel Freudentränen" mit diesem humorvollen Satz blickt er zurück auf den gut zweistündigen fachkundigen Rundgang mit Frau Weber und Frau Schubert, die die Fahrtteilnehmer in zwei Gruppen durch hinreißend schöne Jugendstil-Ensembles führten.

Kuranlage, Ludwigsbrunnen und Sprudelhof, märchenhafte Innenhöfe, Jugendstilmosaike an Decken, Wänden und Böden der Badehäuser sowie Malereien im Stil der Wiener Werkstätten im Entree eines Badekabinetts waren beeindruckende Stationen und Impressionen auf dem Gang durch den immer wieder einsetzenden Regen. Einrichtungskompositionen mit einem Mix aus Jugendstil-Raumgestaltung, Geländer in Art Deko und Stühlen im damals angehenden Bauhausstil an einem Platz versammelt waren eine weitere Rarität auf dem Weg. Für das leibliche Wohl war mit der Mittagspause bestens gesorgt.

 

Die Führung auf dem Glauberg begann im Außenbereich mit geschichtlichen Erläuterungen zur Eisenzeit und den Kelten sowie dem Erklimmen des fürstlichen Grabhügels. Danach führte Frau Tabbert durch das modern gestaltet Museum, in dem auch ein besonderer Augenmerk auf kindgerechte Wissensvermittlung gelegt wird. Die Position der Gräber, der genaue Fundort der Fürstenstatue und Einzelheiten der Block-Bergung mit der sogenannten "Wetterauer Lößsäge" waren neben der Ausgestaltung der für die damalige Zeit atemberaubend fein gearbeiteten Grabbeigaben die beeindruckendsten Informationen. Die Teilnehmer der diesjährigen Studienfahrt wissen nun auch, welche Bewandtnis es mit der linken Schienbeinverletzung des Keltenfürsten auf sich hat. Voll bepackt mit neuen oder aufgefrischten Eindrücken kehrte die Gruppe gegen 18.30 Uhr zurück nach Gelnhausen, um noch rechtzeitig das heimische Weinfest aufzusuchen.

 

Foto: Die Teilnehmer der Studienfahrt unter dem Panoramaausblick vom Glauberg-Museum.